Konzeption

Wasser, als Vermittler natürlicher Reize. Es steigert Leistungsfähigkeit, Selbstbildung und Körperbewußtsein.

Bewegung, sie fördert Ausdauer, Kraft und Koordination, weckt Freude, stärkt Selbstwertgefühl und verringert Stressbelastungen.

Ernährung, die vielseitig, schmackhaft, vollwertig, frisch und naturbelassen sein soll und damit Grundlage für Wohlbefinden und Vitalität ist.

Heilpflanzen, die mit ihren natürlichen, milden Wirkstoffen vor Erkrankungen schützen und Beschwerden lindern.

Lebensrhythmus, die aufbauenden Kräfte für Körper, Geist und Seele zu erkennen und zu nutzen. Eine ausgewogene natürliche Lebensweise führt zu höherer Lebensqualität und Harmonie mit sozialem und ökologischem Umfeld.

„Häufig genug kommt es vor, dass körperlich Kranke noch viel kränker sind an der Seele."

(Sebastian Kneipp)

Pädagogische Arbeit

Ziel meiner Arbeit ist es, eine familiäre, liebevolle, empathische Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder, Eltern und auch ich, als Tagesmutter, wohl fühlen. Meine Tageskinder sollen sich zu eigenständig denkenden, fühlenden und handelnden Personen entwickeln. Daher steht im Vordergrund, das ich jedes Kind in seiner Entwicklung, Erfahrung und seinen Bedürfnissen wahrnehme und begleite.

Ich orientiere mich an den individuellen Bedürfnissen der Kinder. Ob Zuwendung oder Abstand, Geborgenheit oder Freiheit, Bewegung oder Ausruhen, Spielen, sinnliche Wahrnehmung oder kreatives Gestalten – Art und Umfang richten sich nach den Wünschen jedes einzelnen Kindes. - Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht! - Auch die Wahrnehmung und Äußerung der eigenen Gefühle sind mir wichtig. Die Kinder haben das Recht, diese zu äußern. Hierzu zählen Freude genauso wie Ärger oder Wut.

Das Kind in der Gruppe

Die ersten Beziehungserfahrungen von Kindern in der Familie sind eine Grundlage für das Leben und Erleben in einer Gruppe. In meiner Tagespflege erlebt das Kind zunächst eine neue Lebenssituation – das Zusammenleben in einer außerfamiliären Gemeinschaft. Spielerisch übt und erlernt es hier die Begegnung und den Umgang mit anderen Kindern, erlebt einerseits ermutigende und erfreuliche Begegnungen, andererseits Konflikte und wird hierbei stets von mir begleitet. Hieraus ergeben sich für das Kind Werte und Normen für gute Beziehungen sowie angemessene Formen der Auseinandersetzung.

Kinder können und sollen Gefühle zeigen, das Befinden Anderer wahrnehmen und darauf reagieren:

• jemanden gern haben,
• streiten, wütend sein,
• sich wieder versöhnen,
• Freunde finden und auch Freunde wechseln.

Besondere Bedeutung kommt in der sozialen Erziehung dem Freispiel zu. In selbstgewählten Spielgruppen nimmt das Kind unterschiedliche Rollen ein. Es lernt, Ideen und Wünsche zu äußern, zu kooperieren, sich zu behaupten oder auch zurückzustecken, Konflikte selbstständig zu lösen und Kompromisse zu finden. Im Vergleich mit den anderen Kindern erlebt sich das Kind einmal als stärker, einmal als schwächer und findet zunehmend seinen Platz in der Gruppe. Dieser Platz gibt dem Kind Sicherheit, ohne es einzuengen und die Möglichkeit, sich persönlich zu entfalten.

Als Tagesmutter übernehme ich hier eine aktive begleitende Rolle.


Pädagogische Methoden und Elemente 

Wiederkehrende Rituale geben den Kindern Sicherheit und Geborgenheit, einen festen Rahmen, an dem sie sich orientieren können. Wir beginnen den Tag gemeinsam mit einem Begrüßungsritual bei dem wir singen und den Tag mit einer Klangschale einläuten. Den Mittagsschlaf beginnen wir zum Entspannen mit einem Schlaflied oder einer Geschichte.

Kneippsche Wasseranwendungen sind fester Bestandteil in unserem Tagesablauf. Wir gehen täglich Wassertreten oder machen Armbäder oder Waschungen.

Im Freispiel haben die Kinder die Möglichkeit, sich auszuprobieren, Neues zu entdecken oder auch Erlerntes zu festigen. Ich achte hier auf die Verwendung von Spielsachen, die zum Experimentieren anregen und biete auch gerne alternative Spielsachen wie Dosen, Schüsseln, Röhren u. ä. an.

Wir verbringen, fast unabhängig vom Wetter, täglich Zeit im Freien und erkunden einen der nahegelegenen Spielplätze; am Landesmuseum für Vorgeschichte, in Reichardts Garten oder Jugendamtsgarten, gehen auf die Peißnitzinsel oder in den Zoo. Daher ist wetterfeste Kleidung sehr wichtig.

Kreative Ausdrucksmöglichkeiten wie malen, basteln, kneten, backen oder musizieren werden immer im Tagesablauf integriert.

Auch Bücher mit Geschichten oder Märchen haben eine große Bedeutung im Alltag und fördern die Kinder in ihrer sprachlichen Ausdrucksmöglichkeit und Phantasie.

Kinderbeobachtung

Genaue und gezielte Beobachtungen sind meine Grundlage für Elterngespräche ebenso wie für die individuelle Förderung des Kindes und das bewusste Einsetzen von Musik, Spielzeug, Bastelmaterial oder Büchern.

 Zur Dokumentation verwende ich den „Baum der Erkenntnis“ - eine in Schweden entwickelte Methode der Entwicklungsdokumentation. Außerdem führe ich ein Mappe für jedes Kind mit Beobachtungen und eigenen Werken der Kinder. 

Austausch mit den Eltern

Eine gute Zusammenarbeit und ein guter Austausch mit den Eltern sind mir wichtig, da dies die Grundlage einer vertrauensvollen Beziehung zwischen mir als Tagesmutter und den Eltern bildet. Diese Beziehung ist die Basis meines Alltags mit den Kindern.

Ich führe einmal jährlich mit den Eltern ein persönliches Gespräch zur Entwicklung des Kindes. In kurzen Gesprächen bei der Übergabe der Kinder werden Informationen zum täglichen Befinden und Vorkommnissen ausgetauscht. Zur Klärung aller organisatorischen Sachen gibt es Elternabende, die zwei mal im Jahr stattfinden. Außerdem nutze ich Bastelnachmittage, Kaffeerunden oder Feste und Feiern als Austauschmöglichkeit.

Bei Bedarf können Eltern jeder Zeit einen Gesprächstermin vereinbaren. 

Wechsel der Kinder in den Kindergarten 

Ich möchte bei den Kindern Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt im Kindergarten wecken.

Gemeinsam mit den Eltern bereite ich das Kind in einer besprochenen Frist auf den Wechsel vor: wir sprechen über den Kindergarten oder die neue Tagespflege oder schauen Bücher an. Wenn möglich und gewünscht, besuchen wir auch gerne schon vorab gemeinsam den neuen Kindergarten oder auch die Tagesmutter. Auch die bleibenden Kinder werden auf diesen Abschied vorbereitet.

Am letzten Tag feiern wir ein kleines Abschiedsfest, bei dem das Kind auch ein Abschiedsgeschenk erhält, und ich vereinbare gemeinsam mit den Eltern einen Termin für ein Nachtreffen.

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